Naturheilpraxis Hagmaier

Phythotherapie
 

Menschen mit Pflanzen zu heilen, gehört wohl mit zu den ältesten medizinischen Therapieformen. Früher war hierbei Intuition, die Kenntnis überlieferten Wissens und manchmal wohl auch Versuch und Irrtum federführend.

Heutzutage hat auch hier die Wissenschaft Einzug gehalten und die Pflanzen auf ihre Heilwirkung hin untersucht, was sich zumeist durch ihre chemische Analyse ergab.

Pflanzliche Heilmittel (Phytopharmaka) gibt es unter anderem als Tees, Salben, Lotionen, Pillen, Kapseln. Sie sind auf Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und Qualität geprüft und erfüllen die Anforderungen des Arzneimittelgesetzes.

Die Phytotherapie oder Arzneipflanzenheilkunde gehört zu den ältesten Heilmethoden der Menschheitsgeschichte überhaupt. Im Laufe der Zeit ist die Bedeutung von Arzneipflanzen zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten von gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Rahmenbedingungen stark beeinflusst worden. Gerade in jüngster Zeit ist das Interesse an sogenannten natürlichen Heilmethoden bei den Patienten und Therapeuten (wieder) erwacht, während auf universitärer und politischer Ebene diesen Methoden die Wirksamkeit meist abgesprochen wird und Forschungsgelder fast ausschliesslich für moderne schulmedizinische Projekte zur Verfügung gestellt werden.

Phytotherapie - was ist das? hoch
Pflanzliche Arznei- und Heilmittel werden schon immer in den verschiedensten Medizinsystemen verwendet: in der modernen und der traditionellen naturheilkundlichen Phytotherapie, der Homöopathie, der anthroposophische Medizin oder auch der Ethnomedizin (z.B. TCM, Ayurveda).
Phytotherapie bedeutet die rationale, naturwissenschaftlich geprägte Behandlung eines Patienten mit Phytopharmaka. Damit grenzt sich diese Therapieform deutlich von den ideologisch geprägten Richtungen ab.
Laut Definition der ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) sind Phytopharmaka (Herbal Medicinal Products) Arzneimittel, die als aktive Bestandteile ausschließlich Pflanzen, Pflanzenteile oder Pflanzenbestandteile oder Kombinationen davon in bearbeitetem oder unbearbeitetem Zustand enthalten.
Homöopathische oder antrhroposophische Arzneimittel, Food Supplements oder isolierte Pflanzeninhaltsstoffe und ihre Derivate zählen dagegen nicht zu den Phytotherapeutika. Daher sind zwar viele aktuelle Arzneistoffe pflanzlichen Ursprungs, z.B. die Zytostatika Vincristin, Vinblastin, Taxol, Digitoxin und Atropin, jedoch keine Phytotherapeutika im engeren Sinne, da nur der isolierte Reinstoff verwendet wird - in ursprünglicher Form oder chemisch modifiziert.
Zum Einsatz kommen Arzneizubereitungen aus Frischpflanzen oder aus getrockneten Pflanzen (Drogen). Die Drogen werden entweder direkt für Tees, Rezepturmischungen und Tinkturen verwendet oder als fertig zubereitete pflanzliche Arzneimittel (z.B. Tablette, Dragee, Kapsel, Lösung), die von der Industrie hergestellt werden.
Wirkung aus der Summe aller Inhaltsstoffe

 
Das Wesentliche an Phytotherapeutika ist, daß es sich um sogenannte Mehrstoff- v.a. aber Vielstoffgemische handelt. Das bedeutet, daß sich ihre Wirkung nur aus der Summe aller ihrer Inhaltsstoffe ergibt. Die Qualität der pflanzlichen Extrakte wird durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt: Pflanzenspezies; verwendete Pflanzenteile; Qualität des Pflanzenmaterials - die schon durch Standort und Jahreszeit variieren kann. Weiterhin sind das standardisierte Herstellungsverfahren sowie die Inprozeßkontrolle (jeder einzelne Herstellungsschritt wird durch analytische Kontrollen überwacht) wesentlich. Hinzu kommt noch die Normierung, bei der der Extrakt auf einen bestimmten Gehalt an wirsamkeitsbestimmender Substanz oder Substanzgruppe eingestellt wird,

 

Mit Phytoextrakt gegen Husten und Schleim

Antibiotika sind selten indiziert

MÜNCHEN (wst). Eine akute Bronchitis ist meist viral bedingt und Antibiotika sind dabei meist nicht indiziert, hat Professor Adrian Gillissen von der Robert-Koch-Klinik in Leipzig erinnert. Die Vorstellung, mit Antibiotika wenigstens bakteriellen Folgeinfekten der Bronchitis vorzubeugen und so einem Patienten doch helfen zu können, halte wissenschaftlichen Überprüfungen nicht stand.

Gillissen verwies auf einer Pressekonferenz des Unternehmens Cassella-med in München dabei auf eine Studie mit über 800 Patienten mit akuter Bronchitis (JAMA 293, 2005, 3029). Diese waren nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen aufgeteilt worden.

Die Patienten der einen Gruppe erhielten sofort ein Antibiotikum, die der zweiten Gruppe erst nach einigen Tagen und die der dritten Gruppe überhaupt nicht. Unterschiede bei Verlauf, Dauer und Schwere der Bronchitis habe es keine gegeben. Auch bakterielle Sekundärinfektionen seien in der Gruppe ohne Antibiotika nicht häufiger aufgetreten als in den beiden anderen Gruppen.

Antibiotika seien bei akuter Bronchitis aber nicht nur meistens nutzlos, so Gillissen. Bei einem erheblichen Prozentsatz der Patienten riefen die Medikamente auch unerwünschte Wirkungen hervor. Eine unkritische Verordnung fördere zudem bakterielle Resistenzen.

Nur bei Patienten mit akuter Bronchitis, bei denen ein grüngelbes Sputum zusammen mit Fieber über 38° C auf eine bereits bestehende bakterielle Infektion hinweise oder Verdacht auf eine Pneumonie besteht, seien Antibiotika indiziert, so Gillissen.

Sonst sei Betroffenen mit symptomatischen husten- und schleimlösenden Maßnahmen bestens gedient. Bewährt hätten sich dabei insbesondere auch pflanzliche Präparate wie die Thymian-Primelwurzel-Extraktkombination Bronchicum®, so Gillessen.